5 Anzeichen, an denen man Abzocker erkennt

So erkennt man dubiose Geldanlagen.

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Früher nannte man sie Kettenbrief oder Schneeballsystem. Und nur ganz Dumme gaben für so etwas ihr Geld her und hofften auf den großen Gewinn. Daß der Gewinn selbstverständlich ausblieb und nur die Initiatoren der Pyramide den dicken Reibach machten, stand von vornherein fest. Und fast alle wußten das und verhielten sich dementsprechend. Wer sich nicht daran hielt, mußte Lehrgeld bezahlen, doch die Summen, um die es dabei ging, waren zumeist überschaubar und taten nicht weiter weh.

Wenn es aber um das ganz große Geld geht, dann versagt bei manchen der menschliche Sachverstand. Allzuoft lassen sich Anleger von schönen und teuren Hochglanzprospekten blenden und vertrauen blind auf die darin gemachten Versprechen. Natürlich bekommen alle Anleger das große Geld. Natürlich ohne Risiko. Und das alles ethisch korrekt.

Wer’s glaubt, kann schnell arm werden, denn leider sieht die Wirklichkeit nicht so rosig aus, wie im Prospekt. Allzu oft stecken hinter den Versprechungen betrügerische Systeme. Diese zu erkennen, ist manchmal nicht ganz einfach. Und wer hat schon die Zeit und die Fachkenntnis, den viele Seiten starken Verkaufsprospekt komplett und intensiv auf versteckte Fallen zu durchforsten.

Doch das muß man oft gar nicht, denn es gibt ein paar Anzeichen, die ein Hinweis darauf sein können, daß man die angebotene Geldanlage tunlichst meiden sollte.

5 Punkte, die ein Hinweis auf Abzocker sein können:

1. Rohstoffirmen
Oft werden Rohstoffirmen als noch unentdeckte Penny Stocks angepriesen. Fast immer geht es um lukrative Schürfrechte oder Probebohrungen, die auf reichhaltige Gas- und Ölfelder oder Gold- und Silbervorkommen hindeuten. Bald würden lukrative Deals mit den Regierungen abgeschlossen und dann würden die Dollars nur so sprudeln, heißt es. Die Investoren müßten sich deshalb beeilen, um sich an dieser Anlage noch beteiligen zu können.
Doch es gibt meist einen guten Grund, warum die angepriesenen Firmen immer noch Penny Stocks sind.

2. Übermäßige Sicherheiten
Die Anbieter windiger Anlagemöglichkeiten wissen natürlich, daß viele Anleger vor lauter Gier zwar die Dollarzeichen in den Augen haben, die Verlustängste aber trotzdem stark ausgeprägt sind. Deshalb versuchen sie, die Anleger mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen im Prospekt zu beeindrucken. Da wird mit der BaFin geworben, die ein Prospekt nur formal absegnet, es werden wertlose Garantien gegeben oder es wird mit Schlagworten, wie Grundbuchbesicherung oder Inflationsschutz, um sich geworfen.
Das erzeugt zwar ein Gefühl von Sicherheit. Doch die besteht nur auf dem Papier.

3. Kleinanlegerorientierung
Normalerweise verursachen Kleinanleger beim Finanzdienstleister viel Arbeit und Papierkram. Das Einsammeln der kleinen Beträge von vielen kleinen Anlegern kostet Zeit und viel Geld. Großflächige Werbung muß gemacht werden und die Vermittler wollen entlohnt werden. Deshalb sollte es verwundern, wenn ein Anbieter Anlagemöglichkeiten speziell für Kleinanleger bewirbt. Wahrscheinlich ist er vorher bei großen und institutionellen Anlegern abgeblitzt. Das teure Platzieren bei Kleinanlegern ist für ihn der einzige Weg sein Finanzprodukt noch loszuwerden.
Für die Kleinanleger bedeutet das meist Verlust des eingesetzten Kapitals.

4.  Promis
Wird mit angeblichen Promis im Aufsichtsrat geworben, sollten bei Anlegern alle Warnleuchten angehen. Die zumeist abgehalfterten ExPolitiker oder Manager werden für eine kleine Summe eingekauft, um dem Anlageprodukt mit ihren Namen aus besseren Zeiten etwas Glanz zu verleihen.
Gute Finanzanlagen haben so etwas nicht nötig.

5. Übermäßiges karikatives Engagement
Zu guter Letzt ist auch das übertriebene Herausstellen von karitativen Aktionen ein Warnsignal. Allzu gerne spenden windige Finanzhaie an Bedürftige. Das ist grundsätzlich nicht Schlechtes. Doch sie tun das zum einen, um das eigene Gewissen zu beruhigen, und zum anderen, um so mehr kostenlose Publicity zu erhalten. Wenn dies dann auch noch über Boulevard-Medien geschieht, sollten Anleger ihr Geld schnellstens in Sicherheit bringen.

Wer diese 5 Punkte beachtet, kann Abzocker und dubiose Finanzanlagen von vornherein einigermaßen sicher erkennen.

Ob andere Anlagen, die nicht von dubiosen Vermittlern stammen, etwas taugen und am Ende ein Gewinn für den Anleger herausspringt, ist aber weiterhin nicht gesagt. Auch die einstmals hochgelobten offenen Immobilienfonds, die in den allermeisten Fällen über seriöse Anbieter vertrieben wurden, erwiesen sich am Ende für die Anleger als Geldvernichtungsmaschine.



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