Sind Rentenfonds am Ende?

Geldanlage in Zeiten des Niedrigzins.

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Die Zinsen sind zur Zeit historisch tief. Sparer suchen händeringend nach lukrativen Anlagemöglichkeiten. Doch diese zu finden, ist gar nicht so einfach. Vor allem weil Weisheiten von früher heute nichts mehr taugen.

Früher, als man für sein angelegtes Geld noch einträgliche Zinsen bekam, gab es die Börsenweisheit: Leg dein Geld in einem Aktienfonds mit internationaler Ausrichtung und in einem deutschen Rentenfonds an, und du bist immer auf der richtigen Seite. Aktien versprechen Rendite und Renten begrenzen die Verluste. Alles ganz easy und du brauchst dich um nichts zu kümmern, das machen ja die Fondsmanager für dich.

Doch das war einmal. Heute in Zeiten der niedrigen Zinsen ist ein Rentenfonds eine denkbar schlechte Anlageform, denn ein Fonds kostet für die Sparer richtig Geld. Nur wenn die Erträge des Fonds höher als die Kosten sind, machen die Sparer einen Gewinn. Mit niedrigen Zinsen geht diese Rechnung für die Anleger aber nicht mehr auf.

Fonds-Kosten

Der Kauf eines Fonds, also auch eines Rentenfonds, kostet zunächst Bankgebühren. Der Ausgabeaufschlag, wie diese Gebühren korrekt heißen, sind immer fällig. Ebenso wie die Vergütung für Fondsmanager. Dieser erhält eine regelmäßige Managementgebühr und zusätzlich eine Erfolgsprämie. An Verlusten beteiligt sich der Fondsmanager jedoch nicht, die darf der Anleger allein tragen.
Zusätzlich bekommen viele Banken auch noch eine Bestandsprovision vom Fondsmanager zugesteckt, solange die Sparer ihr Geld im Fonds belassen.

All diese Posten summieren sich am Ende zu einer stattlichen Summe, die die Rendite der Anleger schmälern. Der Blick auf die Kosten ist deshalb in Zeiten magerer Zinsen unabdingbar. Und so muß man erkennen, daß Zinsen von 1,5 Prozent, die beispielsweise Italien im Moment auf seine Anleihen zahlt, niemals ausreichen, um die Fondskosten zu decken und darüber hinaus auch noch eine Rendite zu erwirtschaften. Allein die Managementgebühr beträgt bereits bis zu 1 Prozent.

Rentenfonds erledigt

Damit hat sich die Anlageidee Rentenfonds vorerst erledigt. Sparer würden ihr Geld durch eine Anlage in solchen Fonds nur mutwillig dezimieren. Stattdessen bieten sich andere Sparmöglichkeiten an, die möglichst kein Geld kosten.

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Alternativen

Besser als Rentenfonds sind demnach ein Tagesgeldkonto, obwohl es dafür kaum noch lukrative Angebote gibt, oder ein Festgeldkonto. Festgeld bringt zur Zeit zwar unter 2 Prozent Zinsen, doch aufgrund der niedrigen Kosten bleibt am Ende immer noch etwas für den Sparer übrig. Auch wenn das gegenüber früherer Zeiten äußerst mager ist.

Ein Teil sein Geldes sollte man deshalb besser in Aktienindexfonds stecken. Diese versprechen ordentliche Rendite und verursachen nur geringe Kosten. Wer mit Einzelaktien versuchen möchte, den Index zu schlagen, was erfahrungsgemäß sehr schwer bis unmöglich sein wird, der sollte zunächst risikofrei mit einem Trading Demokonto Erfahrung sammeln.



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