Lotto-Gewinn: Wieviel bekommt das Finanzamt?

Wieviel muß ich von meinen Lotto-Millionen abgegeben, wenn ich gewinne?

Die großen Jackpots der vergangenen Wochen wurde allesamt verteilt. Über 26 Millionen bei Lotto 6 aus 49 haben einen glücklichen Gewinner gefunden. Und am vergangenen Wochenende wurde auch der Wahnsinns-Jackpot bei der Lotterie EuroJackpot endlich geknackt.
90 Millionen Euro soll dabei ein einzelner Lotto-Spieler aus Tschechien abgeräumt haben. Er hatte als einziger in ganz Europa die richtigen 5 Zahlen und die dazugehörigen 2 Eurozahlen auf seinem Spielschein angekreuzt. Das nennt optimale Ausschöpfung der Gewinnquote*.

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Doch wieviel bleibt den Gewinnern am Ende von ihren Lotto-Millionen?

Kassiert das Finanzamt am Ende kräftig mit? So wie bei Löhnen, Gehältern, Mieten, Renten und andere Einkünften. Da kann der reale Gewinn, der einem am Ende zum Ausgeben übrigbleibt, schon mal um 50 Prozent dezimiert sein, wenn der zuständige Finanzbeamte zugeschlagen hat.

In Deutschland ist die rechtliche Lage so:
Das Finanzamt bleibt bei einem Lottogewinn außen vor.

Die vielen schönen Lotto-Millionen darf man zunächst komplett behalten. Einnahmen aus Glücksspielen, dazu zählt auch Lotto, kann das Finanzamt keiner besteuerbaren Einkommensart zuweisen. Deshalb bleibt das Geld unangetastet und wandert komplett auf das Konto des Gewinners.

Das gilt sowohl für Gewinne aus deutschen staatlichen Lotterien als auch für Einnahmen aus Renn- und Sportwetten. Auch Gewinne der europäischen Mehrländerlotterie EuroJackpot sind für Spieler, die in Deutschland gemeldet sind, steuerfrei.

Spätere Gewinne durch die Lotto-Millionen

Die Steuerfreiheit gilt jedoch nur für den Lottogewinn als solchen. Bekommt man später Zinsen für die Lotto-Millionen, die man beispielsweise auf seinem Konto geparkt hat, dann unterliegen diese Gewinne der Abgeltungssteuer von derzeit 25 Prozent. Die Bank wird diese fälligen Steuern ganz automatisch berechnen und an das zuständige Finanzamt weiterleiten.

Bei dem derzeitigen Zinsniveau könnte es allerdings etwas dauern, bis die Abgeltungssteuer zuschlägt. Es sei denn, man hat die 90 Millionen Euro gewonnen. Dann können sich auch die 0,1 Prozent, die viele Banken derzeit für Guthaben auf Girokonten zahlen, wenn sie denn überhaupt noch Zinsen zahlen, bemerkbar machen und zu einer Steuerpflicht führen.
Pro 1 Million Euro bekäme man bei 0,1 Prozent Zinsen 1.000 Euro gutgeschrieben. Davon blieben 801 Euro über den Freistellungsauftrag steuerfrei. Der Rest würde unter die Abgeltungssteuer von 25 Prozent fallen.

Euro Geldscheine

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Doch mal ehrlich. Bei 90 Millionen Euro wären einem die 90.000 Euro Zinsen und die dafür fällige Abgeltungssteuer in Höhe von 22.299,75 Euro wohl sicherlich völlig egal. Man hätte ja so schon genug damit zu tun, das viele schöne Geld sinnvoll auszugeben und sich ein schönes Leben zu machen. Sollen sich doch die Finanzbeamten mit den trockenen Zahlen herumquälen.



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