Das neue BINGO!

Viel Kritik fĂŒr das neue Konzept.

Seit dem 11. Mai hat BINGO! – die Umweltlotterie ein neues Konzept. Von den Zuschauern und Mitspielern hagelt es seitdem massiv Kritik.

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Am Grundprinzip des BINGO!-Spiels hat sich nichts geĂ€ndert. Noch immer braucht man ein BINGO!-Los, das 3 Euro plus BearbeitungsgebĂŒhr von 60 Cent kostet. Und um zu gewinnen, benötigt man auf einem Spielfeld 5 Zahlen in waagerechter, senkrechter oder diagonaler Reihe, die mit den ermittelten Gewinnzahlen ĂŒberein stimmen. Dann hat man Einfach-BINGO. Bei zwei dieser Reihen hat man Zweifach-BINGO, bei drei Reihen logischerweise Dreifach-BINGO und damit die höchste Gewinnklasse.

Die Chance auf ein Einfach-BINGO* betrÀgt 1:81, auf Zweifach-BINGO 1:10.254 und auf ein Dreifach-BINGO 1:1.299.780. Damit sind die Gewinnchancen um einiges höher als bei anderen Lotterien, wie beispielsweise Lotto 6 aus 49 oder Euro Jackpot.

Neues Konzept

Soweit, so gut und altbekannt. Seit dem 11. Mai ist aber einiges anders bei BINGO! und die, zumeist Ă€lteren Zuschauer sind ein wenig verstört. Offenbar versucht man beim NDR sich vermehrt dem jungen Publikum zuzuwenden. Das fĂ€ngt an mit einem neuen Studio, einer neuen Moderatorin, neuen Grafiken, schnelleren Schnitten, erhöhtem Tempo in der Sendung und endet nicht zuletzt  mit erhöhten TelefongebĂŒhren fĂŒr das neue Kandidatenspiel “Das UNGLAUBLICHE BINGO!-QUIZ”. Auf Ă€ltere Mitspieler wirkt BINGO! damit wie eine Gameshow aus den AnfĂ€ngen der privaten Fernsehsender, und verschreckt sie dementsprechend.

Kritik der Zuschauer

Ihrem Frust ĂŒber das neue Konzept machen sie unter anderem auf der Facebook-Seite von BINGO! Luft. Man vermißt die alten Moderatorinnen und das alte Studio, vielmehr aber noch den alten Spielablauf. Mit der neuen Geschwindigkeit kommen viele nicht mehr mit und kĂŒndigen schon jetzt an, in Zukunft auf eine Spielteilnahme zu verzichten.

Offenbar hat der NDR, der Produzent der BINGO! Show, völlig an der Zielgruppe vorbei entwickelt. Ist ist zwar löblich, sich vermehrt auch jĂŒngerem Publikum zuwenden zu wollen, doch gerade BINGO! ist dafĂŒr die ungeeignetste Sendung von allen.
BINGO!-Lose wurden zu einer ĂŒbergroßen Mehrheit von Ă€lteren Menschen gekauft. Zum einen, um BINGO mit seinen sehr leicht zu verstehenden Spielregeln zu spielen und etwas zu gewinnen, auch per Telefonspiel oder als Kandidat in der Sendung. Zum anderen aber auch, um mit dem eigenen Geld etwas Gutes fĂŒr die Umwelt direkt vor der eigenen TĂŒr zu tun.
Diese Ă€lteren Spieler brauchen aber auch eine Sendung fĂŒr Ă€ltere. Modernen Schnickschnack in die Sendung einzubauen, nur um diese zwanghaft neu und modern erscheinen zu lassen, ist offensichtlich ein Irrweg. So bekommt man keine neuen, jĂŒngeren Zuschauer, verliert dafĂŒr aber die Ă€lteren Stammzuschauer und – noch viel wichtiger – Lotterie-Mitspieler.

NDR muß Konsequenzen ziehen

Der Verkauf der BINGO!-Lose in den kommenden Wochen wird zeigen, wie gut oder schlecht das neue Konzept wirklich ankommt. Der NDR muß dann die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Niemand, vor allem nicht den Umweltprojekten ist am Ende damit gedient, wenn der Verkauf der BINGO!-Lose zurĂŒckgeht, nur weil der NDR auf eine VerjĂŒngungskur schwört.

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren.
    ich möchte Ihnen mitteilen das mir das neue Bingo nicht gefĂ€llt und warum hat Conny nicht weiter gemacht fĂŒr mich ist das alles ein verwirr Spiel und ich kaufe auch kein Los.Ich hatte mich gefreut das Rheinland Pfalz auch mit spielen konnte.
    Gruß Rita

  2. Habe meiner alten Mutter immer ein gern gesehenes Bingo Jahres Abo geschenkt, haben es wegen Frust meiner Mutter, die das neue Bingokonzept erschĂŒttert hat – nun gekĂŒndigt. Das Geld können wir direkt an eine Umweltorganisation unserer Wahl spenden. Da mĂŒssen wir uns wenigstens nicht mehr Ă€rgern.
    Als Bingo zu uns nach Deutschland kam, war es schon Jahre davor in anderen LĂ€ndern ein Spiel fĂŒr vornehmlich Ă€ltere Menschen. Die jungen Leute lachen sich darĂŒber und nicht zuletzt auch ĂŒber die Moderatoren kaputt.
    Ist es denn so schwer eine niveauvolle, ruhige und interessante Sendung zu machen als Gegenpol zu nervigem Tempo, Glitzer, Blitzen und schlechten TonĂŒbertragungen.
    Ich bin 1947 geboren, habe seit 1955 als eine der ersten in Deutschland einen Fernseher in der Familie gehabt. Ich habe eine noch junge Tochter von 25 Jahren (1989 geboren) – meine Tochter hat keinen Fernseher, weil es nicht mehr lohnt.
    Bingo im NDR ist so ziemlich das lachhafteste was ich je gesehen habe.

  3. Habe heute das erste mal die neue Bingo Sendung (08.06.2014)gesehen.
    So einen Mist habe ich lange nicht gesehen. Erinnert mich an 9Live.
    Spannungslos und eintönig. Wenn schon ein neues Konzept,dann wenigstens
    mit Alter Manschaft.NDR mach Schluss mit dem MĂŒll.
    Mfg.Norbert Dohmann

  4. Komme aus dem Urlaub und freue mich wieder auf Bingo. Oh welche EnttĂ€uschung. Das Konzept gefĂ€llt mir ĂŒberhaupt nicht. Wo ist Monika und Conny? Auch den Ablauf finde ich unĂŒbersichtlich. Das Studio ist eine EnttĂ€uschung. Warum kann man fĂŒr Ă€ltere Menschen nicht einmal etwas bestehen lassen. Es war immer spannend, das Rad am Schluss zu beobachten. Alte Menschen kaufen doch die meisten Lose. Werde in Zukunft keine Sendung mehr sehen, bis sich das Konzept wieder geĂ€ndert hat.