5 Anzeichen, an denen man Abzocker erkennt

So erkennt man dubiose Geldanlagen.

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[Letzte Aktualisierung am 23.09.2021 um 06:58 Uhr / * = werbender Link (Affiliate) / Bilder von der Amazon Product Advertising API]

FrĂŒher nannte man sie Kettenbrief oder Schneeballsystem. Und nur ganz Dumme gaben fĂŒr so etwas ihr Geld her und hofften auf den großen Gewinn. Daß der Gewinn selbstverstĂ€ndlich ausblieb und nur die Initiatoren der Pyramide den dicken Reibach machten, stand von vornherein fest. Und fast alle wußten das und verhielten sich dementsprechend. Wer sich nicht daran hielt, mußte Lehrgeld bezahlen, doch die Summen, um die es dabei ging, waren zumeist ĂŒberschaubar und taten nicht weiter weh.

Wenn es aber um das ganz große Geld geht, dann versagt bei manchen der menschliche Sachverstand. Allzuoft lassen sich Anleger von schönen und teuren Hochglanzprospekten blenden und vertrauen blind auf die darin gemachten Versprechen. NatĂŒrlich bekommen alle Anleger das große Geld. NatĂŒrlich ohne Risiko. Und das alles ethisch korrekt.

Wer’s glaubt, kann schnell arm werden, denn leider sieht die Wirklichkeit nicht so rosig aus, wie im Prospekt. Allzu oft stecken hinter den Versprechungen betrĂŒgerische Systeme. Diese zu erkennen, ist manchmal nicht ganz einfach. Und wer hat schon die Zeit und die Fachkenntnis, den viele Seiten starken Verkaufsprospekt komplett und intensiv auf versteckte Fallen zu durchforsten.

Doch das muß man oft gar nicht, denn es gibt ein paar Anzeichen, die ein Hinweis darauf sein können, daß man die angebotene Geldanlage tunlichst meiden sollte.

5 Punkte, die ein Hinweis auf Abzocker sein können:

1. Rohstoffirmen
Oft werden Rohstoffirmen als noch unentdeckte Penny Stocks angepriesen. Fast immer geht es um lukrative SchĂŒrfrechte oder Probebohrungen, die auf reichhaltige Gas- und Ölfelder oder Gold- und Silbervorkommen hindeuten. Bald wĂŒrden lukrative Deals mit den Regierungen abgeschlossen und dann wĂŒrden die Dollars nur so sprudeln, heißt es. Die Investoren mĂŒĂŸten sich deshalb beeilen, um sich an dieser Anlage noch beteiligen zu können.
Doch es gibt meist einen guten Grund, warum die angepriesenen Firmen immer noch Penny Stocks sind.

2. ÜbermĂ€ĂŸige Sicherheiten
Die Anbieter windiger Anlagemöglichkeiten wissen natĂŒrlich, daß viele Anleger vor lauter Gier zwar die Dollarzeichen in den Augen haben, die VerlustĂ€ngste aber trotzdem stark ausgeprĂ€gt sind. Deshalb versuchen sie, die Anleger mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen im Prospekt zu beeindrucken. Da wird mit der BaFin geworben, die ein Prospekt nur formal absegnet, es werden wertlose Garantien gegeben oder es wird mit Schlagworten, wie Grundbuchbesicherung oder Inflationsschutz, um sich geworfen.
Das erzeugt zwar ein GefĂŒhl von Sicherheit. Doch die besteht nur auf dem Papier.

3. Kleinanlegerorientierung
Normalerweise verursachen Kleinanleger beim Finanzdienstleister viel Arbeit und Papierkram. Das Einsammeln der kleinen BetrĂ€ge von vielen kleinen Anlegern kostet Zeit und viel Geld. GroßflĂ€chige Werbung muß gemacht werden und die Vermittler wollen entlohnt werden. Deshalb sollte es verwundern, wenn ein Anbieter Anlagemöglichkeiten speziell fĂŒr Kleinanleger bewirbt. Wahrscheinlich ist er vorher bei großen und institutionellen Anlegern abgeblitzt. Das teure Platzieren bei Kleinanlegern ist fĂŒr ihn der einzige Weg sein Finanzprodukt noch loszuwerden.
FĂŒr die Kleinanleger bedeutet das meist Verlust des eingesetzten Kapitals.

4.  Promis
Wird mit angeblichen Promis im Aufsichtsrat geworben, sollten bei Anlegern alle Warnleuchten angehen. Die zumeist abgehalfterten ExPolitiker oder Manager werden fĂŒr eine kleine Summe eingekauft, um dem Anlageprodukt mit ihren Namen aus besseren Zeiten etwas Glanz zu verleihen.
Gute Finanzanlagen haben so etwas nicht nötig.

5. ÜbermĂ€ĂŸiges karikatives Engagement
Zu guter Letzt ist auch das ĂŒbertriebene Herausstellen von karitativen Aktionen ein Warnsignal. Allzu gerne spenden windige Finanzhaie an BedĂŒrftige. Das ist grundsĂ€tzlich nicht Schlechtes. Doch sie tun das zum einen, um das eigene Gewissen zu beruhigen, und zum anderen, um so mehr kostenlose Publicity zu erhalten. Wenn dies dann auch noch ĂŒber Boulevard-Medien geschieht, sollten Anleger ihr Geld schnellstens in Sicherheit bringen.

Wer diese 5 Punkte beachtet, kann Abzocker und dubiose Finanzanlagen von vornherein einigermaßen sicher erkennen.

Ob andere Anlagen, die nicht von dubiosen Vermittlern stammen, etwas taugen und am Ende ein Gewinn fĂŒr den Anleger herausspringt, ist aber weiterhin nicht gesagt. Auch die einstmals hochgelobten offenen Immobilienfonds, die in den allermeisten FĂ€llen ĂŒber seriöse Anbieter vertrieben wurden, erwiesen sich am Ende fĂŒr die Anleger als Geldvernichtungsmaschine.

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