Wohin schwenkt der Goldpreis?

Gib es eine Erholung beim Preis des Edelmetalls oder einen Einbruch?

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Die Schweizer haben sich entschieden und votierten am vergangenen Sonntag mehrheitlich gegen eine Ausweitung der Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Die “Rettet unser GoldInitiative bekam eindeutig zu wenig UnterstĂŒtzung.

Der von vielen Marktteilnehmern erhoffte Anstieg des Goldpreises, manche hatten gar auf eine regelrechte Explosion spekuliert, blieb dadurch natĂŒrlich aus. Wie geht es also unter normalen Marktbedingungen weiter mit Goldpreis?

Die SNB darf nun weitere GoldbestĂ€nde auf den Markt werfen. Das wird den Preis weiter nach unten drĂŒcken. Wann sie dies tun wird und ob ĂŒberhaupt, darĂŒber kann man nur spekulieren. Zur weiteren  Abwehr einer ĂŒberdimensionalen Aufwertung des Schweizer Franken wird sie dies aber wohl tun mĂŒssen. Das könnte sich im kommenden Jahr 2015 negativ auf den Goldpreis auswirken.

Auch die Ukraine-Krise drĂŒckt auf den Preis. Zur Schuldentilgung hat die Ukraine laut der Informationen des Internationalen WĂ€hrungsfonds bereits rund ein Drittel ihrer GoldbestĂ€nde verkauft. Ende Oktober besaß die Ukraine nur noch 26 Tonnen Gold, das waren 14 Tonnen weniger als Ende September. Vor allem die unbezahlten Rechnungen fĂŒr russische Gaslieferungen in Höhe von ca. 1,55 Milliarden Dollar machen der Ukraine zu schaffen. Ein weiterer Verkauf der ukrainischen GoldvorrĂ€te ist deshalb wahrscheinlich.

Goldbarren | © marog-pixcells - Fotolia.com

Goldbarren | © marog-pixcells – Fotolia.com

Aussichten

Alles in allem keine guten Aussichten, was einen möglichen Anstieg des Goldpreises in nĂ€chster Zeit betrifft. Die Schweiz darf weiter Gold verkaufen, was zu einem Überangebot auf dem Markt fĂŒhren wird. Andere Staaten mĂŒssen Gold verkaufen, weil sie dringend Geld brauchen, um ihre Schuldner zu befriedigen. Die Euro-/Finanzkrise ist noch lange nicht ausgestanden und andere Krisen, wie in der Ukraine, kommen hinzu.

Der Trend, daß die Papiergeld-WĂ€hrungen keinerlei Absicherung durch reelle Werte, wie Gold u.a. mehr haben, wird sich weiter verstĂ€rken. Die geplante Abschaffung des Bargeldes wird ein weiterer Schritt in diese Richtung sein.

Bis zu einem Crash der Papiergeld-WÀhrungen, der im Moment unausweichlich erscheint, wenn man nicht endlich anfÀngt die Ursachen zu bekÀmpfen, statt nur an den Symptomen der Krise herumzudoktern, wird Gold wohl immer weiter an Wert verlieren. Nach dem Crash wird Gold aber neben den anderen Edelmetallen einer der wichtigsten Werte sein, deren Wert massiv ansteigen wird. Dann sollte man ausreichend investiert sein.

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