Lotto Mythen aufgeklärt – Die Wahrheit über’s Gewinnen

Lottoschein ausgefüllt | Foto: Hermann, pixabay.com, Pixabay License

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Wenn es um Glücksspiel geht, nimmt Geld eine nicht unerhebliche Rolle ein. Egal ob im Kasino, der heimischen Pokergruppe oder der staatlichen Lotterie: Gigantische Summen ziehen Spieler an wie Magnete. Mit dieser großen Gruppe an erfolgshungrigen Highrollern geht allerdings auch immer ein gewisses Maß an Charme einher. Eine eigene Subkultur rund ums Gewinnen entwickelt sich und es entstehen Mythen und Gerüchte über die richtige Strategie oder Gewinnchancen. In unserem Artikel zeigen wir euch gängige Lotto Mythen und klären, welche von ihnen wahr und welche schlicht erstunken und erlogen sind.

Mythos #1: Glück erzwingen mit den immer gleichen Zahlen

Glück ist ein flüchtiges Konzept, das die Menschheit seit Anbeginn der Zeit in Erstaunen versetzt. Schon Platon inkorporierte es in seine Philosophie und schuf einen universellen Glücksbegriff, an dem sich bis heute viele Menschen festklammern. Dabei geht es jedoch mehr um das emotionale Konstrukt „Glück“ als tatsächliches Glück im Sinne von einer statistisch messbaren Größe, die festhält, wie oft man in einem kompetitiven Szenario Erfolge feiert.

Weil beide Konzepte in gewisser Weise miteinander verschmelzen, greifen viele Spieler auf Rituale und Traditionen zurück, um das Glück zu erzwingen. Glückszahlen zum Beispiel gehören für viele zum Lebensalltag dazu. Sowohl in etablierten Lotterien als auch neuen Casinos setzen sie konsequent auf die gleichen Zahlen bzw. ihre favorisierte Glückszahl und hoffen, in ferner Zukunft damit zu gewinnen – selbstverständlich ein Irrtum.

Hinter jeder Lotterie steckt immer ein Zufallsgenerator, der unabhängig von der Anzahl der Spieler, der Höhe des Jackpots und anderen externen Faktoren, einen zufälligen Zahlenwert ausgibt. Dementsprechend ist es völlig egal, ob man auf fortlaufende Zahlen, völlig willkürliche Nummern, das eigenen Geburtsdatum oder immer seine eigene Glückszahl setzt: Zufall bleibt Zufall. Theoretisch müsste man unendlich oft spielen, um die Formel zu durchbrechen und mit den eigenen Zahlen zu gewinnen.

Mythos #2: Es ist wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden als im Lotto zu gewinnen.

Immer wieder hört man diesen ikonischen Spruch von Lotto-Skeptikern. Die Frage ist: Entspricht dieser wohl bekannteste Mythos auch der Wahrheit? Dem US-amerikanischen Wetterdienst zufolge, stehen die Chancen, vom Blitz getroffen zu werden, aktuell bei 1:600.000. Keine schlechte Quote, stünde am Ende nicht Hautverlust, sondern ein Hauptgewinn.

Die deutsche Staatslotterie verrät in einem offiziellen Bericht, dass die Chance auf einen Jackpot mit sechs Richtigen und Superzahl derzeit bei 1:139.838.160 stehe. Somit ist es also deutlich wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden als das ganz große Geld abzuräumen. Andererseits kann man natürlich argumentieren, dass auch kleine Gewinne zur Kategorie „Im Lotto gewonnen“ zählen und die Wahrscheinlichkeit demnach deutlich höher werden dürfte.

Mythos #3 Je kleiner der Jackpot desto besser die Chancen

Auch hierbei handelt es sich um einen weitverbreiteten Mythos. Ein proportionaler Zusammenhang zwischen der Größe des Jackpots und der Gewinnchance lässt sich jedoch nicht beobachten. Innerhalb einer Lotterie sind die Chancen auch hier immer gleich, völlig egal ob 20 Millionen Euro oder 200 Millionen auf den Gewinner warten.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass kleinere Spielgruppen wie etwa die Lotterie in Österreich im Vergleich deutlich weniger Spieler aufweisen und somit auch die Gewinnchancen steigen. Der Wermutstropfen liegt allerdings in der Tatsache, dass damit in der Regel auch die Preisgelder kleiner ausfallen.

Mythos #4: Mehr als ein großer Gewinn ist nicht möglich

„Wer einmal einen großen Gewinn absahnt, hat keine Chance auf einen zweiten.“ Auch diesen Spruch hört man immer wieder. Wie allerdings beim ersten Mythos gilt auch hier: Glück lässt sich nicht erzwingen und somit auch nicht kontrollieren. Es ist also durchaus möglich, den Millionenjackpot mehrfach zu knacken: nur extrem unwahrscheinlich.

Glück bleibt letztendlich der entscheidende Faktor, also sollte man Lotto vornehmlich als nettes Hobby betreiben und nicht darauf hoffen, mit Glücksspiel seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Letztlich geht es auch beim Lotto vornehmlich um Unterhaltung. Locker bleiben und sich auch über kleinste Geldbeträge freuen, lautet also die Devise.

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