Strafzinsen für Privatkunden

Erste Bank führt Strafzinsen auf Guthaben ein.

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Der Damm ist gebrochen. Das bislang Undenkbare wird damit immer wahrscheinlicher. Erste Banken verlangen Strafzinsen auf Einlagen von Privatkunden. Die Skatbank hat den Anfang gemacht und weitere Banken könnten dem Beispiel folgen.

Die Deutsche Skatbank aus Thüringen ist eine Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land eG. Seit dem vergangenen Sonnabend verlangt sie auf große Summen auf Tagesgeldkonten und normalen Girokonten einen Strafzins von 0,25 Prozent von ihren Privatkunden. Damit hat sie ein Tabu gebrochen. Und nach den Einschätzungen von Finanz-Experten könnten diesem Beispiel schnell auch andere Geldhäuser folgen, auch wenn der Raiffeisen- und Volksbanken-Verband BVR und der Sparkassenverband DSGV von einem Einzelfall sprechen, der keine Schule machen soll.

Die EZB verlangt bereits seit Juni Strafzinsen von 0,10 Prozent von Banken, die ihr Geld lieber bei ihr parken, statt es an die Wirtschaft in Form von günstigen Krediten weiterzugeben. Da dies alle Banken betrifft, kann man wohl davon ausgehen, daß in Zukunft weitere Geldhäuser diese Negativzinsen an ihre Kunden weiterreichen werden.
Die Strafzinsen bei der Skatbank sind dafür nur der Testballon. Damit will man prüfen, wieweit man gehen kann, ohne daß die Kunden scharenweise das Weite suchen.

Noch sind allerdings nur sehr wenige Kunden von den Strafzinsen betroffen. Bei der Skatbank nur Kunden, die mehr als 500.000 Euro auf ihrem Tagesgeldkonto oder mehr als 2 Mio. Euro auf ihrem Girokonto haben. Das dürften im Freistaat Thüringen sicherlich eine sehr überschaubare Menge an Privatkunden sein.

Doch zukünftig könnten sowohl die Guthabengrenzen heruntergeschraubt werden als auch die Zahl der Banken ansteigen, die Guthaben belasten. Einige Firmenkunden müssen seit ein paar Wochen bei verschiedenen Banken bereits Strafzinsen auf ihre Guthaben zahlen. Diese Entwicklung wird nun auch zunehmend die privaten Kunden treffen.

Geld | Foto: pixabay.com

Geld | Foto: pixabay.com

Sparer müssen aktiv werden

Die privaten Sparer in Deutschland sollten sich also langsam mit dem Gedanken vertraut machen, daß sie für ihr Geld nicht nur kaum noch Zinsen bekommen, sondern daß das Horten von Geldreserven demnächst auch Kosten verursachen kann.
Deshalb sollte man sich bereits heute mit Alternativen beschäftigen. Aktien, Gold oder festverzinsliche Wertpapiere können durchaus attraktiv sein. Aber auch die Anlage in Immobilien sollte ins Auge gefaßt werden, wenn auch hier der Markt stellenweise bereits anfängt zu überhitzen.

Wer sein Geld für später zurücklegt, damit mit Alter der Lebensstandard trotz sinkender Renten einigermaßen gehalten werden kann, der muß sich kümmern. Nullzinsen, Inflation und Strafzinsen fressen sonst die Geldreserven unweigerlich auf.



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